Gibling-Sammlung


Der Gibling sammelt Kunst:


Die Gibling-Sammlung ist Kunstsammlung der Stattwerkstatt. Wie der Gibling selbst ist die Sammlung offenes Format zwischen Community, Kunst, Währung und Autonomie. Die Sammlung ist beabsichtigtes Spiel mit Begriffen wie Bild, Werk, Wert und Markt. Innerhalb eines Jahres gibt es zwölf Ankäufe, die mit der Kunstwährung Gibling gegenverrechnet/getauscht werden. 2016/17, im ersten Jahr der Gibling-Sammlung ist die Kuratorin Maren Richter.

Zur Positionierung des Giblings als Sammlung – eine referentielle Einführung von Maren Richter. http://versorgerin.stwst.at/artikel/may-31-2016-2245/der-gibling-die-kunstsammlung Zur Positionierung des Giblings als künstlerisch gestaltete Währung – Interview von Franz Xaver mit Judith Fegerl. http://versorgerin.stwst.at/artikel/may-31-2016-2242/die-f%C3%BCnfte-edition-des-giblings Zur Positionierung des Giblings zwischen Kunst und Währung – ein Text von Tanja Brandmayr. http://versorgerin.stwst.at/artikel/aug-23-2014-2213/das-geld-die-kunst-und-der-gibling


Aus der Stadtwerkstatt-Kunstsammlung: Der Gibling sammelt Kunst.

Alle Werke:

Isa Rosenberger

Espiral 
 Espiral ist Isa Rosenbergers künstlerische Auseinandersetzung mit der historischen und aktuellen Rolle österreichischer Banken in Südosteuropa. Im Mittelpunkt der 2010/2013 entstandenen mehrteiligen Arbeit steht die Annäherung an Kurt Jooss’ expressionistisches Ballett “Der grüne Tisch” (1932), eine tänzerische Darstellung des Zusammenhangs von Macht, Ökonomie und Krieg im Umfeld der Weimarer Republik und der ersten Weltwirtschaftskrise. Der Titel Espiral (zu deutsch Spirale) meint nicht nur die Sogwirkung und Zirkulation von Kapitalströmen, sondern ist zugleich der Name einer Tanz-Schule in Santiago de Chile, die durch Patricio Bunster - Tänzer, politischer Aktivist und ehemaliger Solist in Kurt Jooss’ Ensemble - mitgegründet wurde. Für die Gibling-Sammlung entnimmt Isa Rosenberg ein Videostill sowie eine Textpassage der Raum-Installation und stellt diese als Kommentar der um kein bisschen weniger aktuell gewordenen Zusammenhänge zur Verfügung.



 

Oliver Ressler / A

The Economy is wounded ? I hope it dies!
Oliver Ressler analysiert politische Verhältnisse und Organisationsformen der Gegenwart mit Blick auf die Geschichte an unterschiedlichsten Orten. Ressler sucht nach Alternativen des Lebens und der Politik, die in Filmen und Fotoarbeiten so eingesetzt werden, dass sie als eine Art Handlungsoption verstanden werden. Betitelt mit einem Zitat Guy Debords von 1968 nimmt Ressler Bezug auf den Güterverkehr im Donauraum unweit der Schallaburg, der seit den 70er Jahren mit den ersten Schritten der Liberalisierung des Freihandels in Europa eklatant zunahm und etwa mit dem TTIP-Abkommen nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische neue Dimensionen erfahren würde. Laut Statistik Austria wurden auf der Donau in den letzten Jahren ca. 10 Millionen Tonnen Güter pro Jahr in und durch Österreich transportiert. Wenngleich also die Donau bis heute nicht an Wichtigkeit als einer der ältesten Handelswege verloren hat, bleibt zu fragen, wie viel zusätzliche Frachtschiffen und Mengen an Treibstoff durch einen noch grenzenloseren globalen Güterverkehr haltbar sind.


Sabine Bitter/Helmut Weber

Ohne Titel (derzeit) – Aufenthaltsraum, ehemaliges Gasthaus Auberger
In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigen sich das aus Oberösterreich stammende Künstlerduo Sabine Bitter und Helmut Weber mit Architektur und Raum als soziale und gesellschaftliche Manifestation. Die Fotoarbeit ist Teil des Projektes „Ohne Titel (derzeit)“, die sich auf die Situation von Geflüchteten bezieht, die in den letzten Jahren gemeinhin als ‚Flüchtlingskrise‘ beschrieben wurde. Die Arbeit verhandelt die drängende Frage, wie Wohnraum, Ressourcen, und Unterstützung für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden.

Bitter/Weber erhielten 2015 den OÖ Landeskulturpreis für Interdisziplinäre Kunst. Anlässlich der Vergabe diese Preises und der Ausstellung begannen die beiden KünstlerInnen ihre Recherchen zu „Ohne Titel (derzeit), und wollen damit den vorherrschenden Medienbildern, sowie einer vereinfachenden Krisenrhetorik Räume entgegensetzen, die andere Blickwinkel eröffnen.
Foto: Aufenthaltsraum, ehemaliges Gastshaus Auberger Das ehemalige Barockhaus war seit der Jahrhunderwende ein Gasthaus. Der Gastbetrieb wurde vor mehr als 10 Jahren eingestellt und das Gebäude stand fünf Jahren leer. Seit August 2015 wohnen 25 männliche Flüchtlinge, zum Großteil aus Somalia, die vom Roten Kreuz betreut werden, im Gasthaus und den ehemaligen Fremdenzimmern. Der Fussballverein Aigen-Schlägl kümmerte sich um gemeinsame Fußballspiele und von Freiwilligen organisiert finden Deutschkurse in der ehemaligen Gaststube statt.





Aldo Gianotti – Redistribuiton


Stadtwerkstatt-Kunstsammlung, Kuratorin 2016/17: Maren Richter